Rome ❤ Fablabs – ein Reisebericht

Rome ❤ Fablabs – ein Reisebericht

Letzte Woche war ich in Italien. Das Fablab München war eingeladen zur Tagung Creativitá 4.0 am Goethe Institut in Rom und ich durfte als Vertreter des Fablab München unsere Arbeit dort vorstellen. Ein interessanter kleiner Kongress zu dem verschiedene Fablabs und Bibliotheken eingeladen wurden, um über das Thema Fablabs und Makerspaces zu erzählen und sich gegenseitig auszutauschen.

Bei dieser Gelegenheit habe ich auch unterschiedliche Fablabs und Makerspaces in Rom besucht.

Das Thema der Creatività 4.0 war – Fablab oder Makerspace – was ist das eigentlich?
Zugängliche Werkstätten mit dem Ziel Privatpersonen öffentlichen Zugang zu Produktionsmitteln und digitalen Verfahren zu ermöglichen. Die Tagung vermittelte sehr kompakt Informationen darüber, wie ein FabLab funktioniert und welche Aktivitäten diese in welcher Form anbieten.

Sowohl Fablabs als auch Bibliotheken waren eingeladen.  Der Fokus lag auf medienpädagogischen Fragestellungen, da FabLabs eine immer größer Bedeutung für die Kinder- und Jugendbildung erhalten. Erfahrungen, Konzepte und Beispiele wurden von Vertretern und Leitern von deutschen und italienischen Fablabs, Museen und Bibliotheken geschildert. Vorträge hielten Dr. Achin Bonte, Hannelore Vogt und Maria Stella Rasetti für die Bibliotekhen und Mauro del Santo, David Tombolato und Edoardo Colaiacomo für Fablabs und Didaktik.

Es waren sehr interessante Vorträge, alle mit dem wichtigen Ansatz, Fablabs als Konzept und Philosophie zu unterstützen und als Teil unserer Zeit immer zugänglicher zu machen, sei es in Schulen, in der Arbeitswelt als auch generell in der Gesellschaft. Das Fablab München hat sich sehr gut präsentiert mit seinem Bildungsansatz und dem Bildungsprogramm für Kinder und Jugendliche. Wir bedanken uns für die großartige Möglichkeit, dass wir uns in diesem Rahmen vorstellen durften.

Am zweiten Tag meiner Reise war ich unterwegs in Rom und habe unsere Kollegen aus der ewigen Stadt besucht. Begeistert war ich von der Fondazione Mondo Digitale mit seinem Innovation Gym und Fablab, toll auch der Makerspace Famocose, eine sehr malerische Werkstatt im Herzen des Stadtteils Pigneto. Außerdem habe ich das älteste Fablab Roms besucht, nämlich das Roma Makers das erst kürzlich innerhalb einer Schule das Fablabaro eröffnet hat.

 


Innovation Gym

Mauro del Santo hat mir eine sehr ausführliche Führung durch das Mondo Digitale gegeben, ich war sehr beeindruckt – vom Angebot der Kurse, die von Robotik und Videobearbeitung bis 3d Modellierung und Gaming gehen, von den hochkarätigen Dozenten und der professionellen Ausstattung. Das Fablab – das Innovation Gym – ist ein kleiner Teil der Stiftung Mondo Digitale und bietet sowohl ein Bildungsprogramm für Schulklassen und Kinder als auch eine Offene Werkstatt.


Famo Cose

Meine zweite Haltestelle war Pigneto mit dem Fablab Famo Cose, ein Ort zum verlieben, ein wunderschöner Raum mit Industriecharakter versteckt in einer kleinen Gasse. Dort war es recht interessant zu sehen wie die Maker an ihren Projekten arbeiteten, ein Sounddesigner und ein 3d Künstler waren in ihre Arbeit konzentriert während Luca, einer der Gründer von Famo Cose, mich durch die Werkstatt führte. Ich bin sicher, wenn ich ein Projekt in Rom zu machen hätte, das wäre meine erste Adresse.


Roma Makers und Fablabaro

Die letzte Station war Roma Makers an der Garbatella, ich wurde von Alessandro sehr herzlich begrüßt und bekam viele Informationen über das erste Fablab Roms. Die Werkstatt ist bunt gemischt, sehr viele 3d Drucker, ein großer Lasercutter und jede Menge Arbeitsplätze von Elektronik bis Textilgestaltung, alles war dabei – ich hätte sogar bei einen Freecad workshop mitmachen dürfen, es war aber leider zu spät und ich war zu müde um mitzumachen, schade! Roma Makers ist auch in der Bildung sehr aktiv und am Tag davor hatte ich ganz spontan eine Filiale von Roma Makers besucht – das Fablabaro, ein sehr schönes Kinder-Fablab in einer Grundschule in der Peripherie Roms. Top Ausstattung und kindergerecht, bestimmt ein Beispiel dem wir folgen können.


Es war sehr schön in Rom, und dabei bleibe ich mit dem Gedanken, dass Fablabs eine große Familie sind und egal in welchem Land man ist oder welche Sprache man spricht, irgendwie ist man vereint und sehr nah! Es lohnt sich, andere Fablabs zu besuchen – zumindest in Rom war ich überall willkommen und wurde toll aufgenommen.

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