Autor: Birgit Kahler

Erasmus+ Projekt „Make in Class“ als good practice Projekt bewertet

Erasmus+ Projekt „Make in Class“ als good practice Projekt bewertet

https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/projects/eplus-project-details/#project/2018-1-IT02-KA201-048042

Nach den Daten des Eurostat ist der frühe Schulabbruch in Europa weit davon entfernt, in der gesamten Union ausgemerzt zu sein. Im Durchschnitt des Jahres 2016 gaben Daten an, dass mehr als 11% der jungen Menschen (im Alter von 18 bis 24 Jahren) in der EU-28 die Schule zu früh verließen. Die Statistiken zeigen verschiedene Unterschiede zwischen den Ländern, aus denen hervorgeht, dass einige Mitgliedstaaten eine dramatische Situation haben (Eurostat 2017). Als das Make In Class-Projekt im Jahr 2018 begann, lagen alle Partnerländer (Italien, Malta, Spanien und Deutschland) unter dem Zielwert der EU 2020 (10%), und einige von ihnen befanden sich in Europa auf den Spitzenplätzen für die Schulabbruchrate (Italien, Spanien und Malta).

In dieser Hinsicht ist gemäß der Strategie Europa 2020 einer der entscheidenden Faktoren für die Verringerung des vorzeitigen Schulabbruchs die Verbesserung der Qualität und Leistung der Schulbildung (Europäische Kommission, Schulentwicklung und exzellenter Unterricht für einen guten Start ins Leben, 2017) durch Verbesserung Fähigkeit der Lehrer, die Lernbedürfnisse einzelner Schüler zu ermitteln und ein positives Lernumfeld zu schaffen, um die Inklusion zu fördern (Europäische Kommission / EACEA / Eurydike / Cedefop, 2014).

Das Make In Class-Projekt soll Lehrer und Pädagogen unterstützen (mit Lehrerausbildung und unterstützenden Materialien) tiefes Verständnis für das Potenzial der Maker-Ausbildung zu gewinnen und bei der Organisation und Durchführung von Maker-basierten Aktivitäten zur Verhinderung des Phänomens des vorzeitigen Schulabbruchs an weiterführenden Schulen zu helfen.
Dieser innovative Ansatz bot Sekundarschulen, Lehrern und anderen Fachleuten, die sich für die Unterstützung benachteiligter Jugendliche einsetzen, Ressourcen, Werkzeuge und praktische Aktivitäten an die Hand zu geben, um ein FabLab einzurichten, in dem sichergestellt wird, dass Sekundarschüler die für die Schule und ihre digitale Zukunft relevanten Fähigkeiten und Kenntnisse entwickeln können.

Das Make In Class-Projekt lieferte die folgenden konkreten Ergebnisse:
- Eine Kompetenzkarte, in der die Kompetenzen aufgeführt sind, die Schüler mit herstellerbasierten Aktivitäten erwerben, die nach Aktivität und Fach kategorisiert sind
- Ein Online-Repository von Open Educational Resources für Lehrer.
- Ein modularisiertes Schulungsprogramm zur Förderung der Kompetenz von Lehrern und Pädagogen an weiterführenden Schulen bei der Implementierung integrativer Prozesse für nicht motivierter Schüler durch Making - Aktivitäten.
- Ein pädagogisches Handbuch mit praktischen Informationen und Aktivitäten, die mit den Schülern durchgeführt werden sollen.
Die Make In Class-Partnerschaft umfasst 8 Organisationen (Co.Meta srl, Comune di Fano, ISS Polo 3 Fano, Fablab München e.V., Gymnasium Neubiberg, MCAST, Bylinedu, IES El Clot) aus 4 EU-Ländern (Italien,Deutschland, Malta und Spanien). Sie trug zur Verbesserung der Qualität und Leistung der Schulbildung bei, indem ein neuer Making Ansatz angewendet wurde. Der Make In Class-Ansatz hatte besondere Auswirkungen auf Sekundarschullehrer (primäre Zielgruppe) und nicht motivierte Schüler, Schulabbrecher oder potenzielle Schulabbrecher, Schüler mit geringen Leistungen und Schüler mit Migrationshintergrund (Endbegünstigte). Durch die vielfältigen Materialien, Aktivitäten und Schulungsmodule konnten sie bei der Umsetzung von Making-Aktivitäten in der Schule unterstützen. 

Insbesondere die beteiligten Lehrer und Erzieher der Sekundarstufe verbesserten ihr Verständnis für das Potenzial der Maker-Ausbildung zur Reduzierung des Phänomens des frühen Schulabbruchs, erwarben neue Fähigkeiten und Kompetenzen, um Maker-basierte Aktivitäten mit ihren Schülern durchzuführen, und verbesserten ihre Motivation für die Implementierung einer solchen Methodik in ihre Schulen.

Die beteiligten Schüler (meistens nicht engagierte Schüler und Schüler mit geringen schulischen Leistungen) verbesserten das Selbstwertgefühl und die schulischen Leistungen sowie die Schlüsselkompetenzen und Soft Skills wie Problemlösung, Kreativität, Teamarbeit und Eigenverantwortung. Darüber hinaus wurden sie mit digitalen Fähigkeiten ausgestattet, die den Anforderungen des Arbeitsmarktes entsprechen (ICT, Programmierung, CAD, 3D-Druck, Robotik, Automatisierung, Elektronik, Mechanik).

Die teilnehmenden Organisationen verstärkten die internationale Zusammenarbeit mit Schulen, Institutionen, die sich mit integrativer Bildung befassen, und Making-Experten. Alle teilnehmenden Organisationen verbesserten die Qualität ihres Bildungsangebots. Schließlich waren sich die Projektbeteiligten des Potenzials der Maker-Ausbildung zur Verbesserung der Motivation von nicht lernwilligen Studenten bewusst. Die Make In Class-Partnerschaft hat die Projektergebnisse in ihrem Standard-Bildungsangebot umgesetzt. Dies wird langfristige Auswirkungen auf die Qualität der Bildungssysteme haben und zu personalisierteren, auf den Lernenden ausgerichteten Formen des Lehrens und Lernens führen.
Steam-h Trainingsprogramm in Arbeit

Steam-h Trainingsprogramm in Arbeit

Basierend auf den Ergebnissen der Fokus-Gruppen aus den Ländern Irland, Spanien, Italien und Deutschland konnten wir von FabLab München als zuständigem Partner für das Trainings Programm folgende 7 Punkte herausarbeiten, auf denen das Trainingsprogramm aufgebaut werden wird.

  1. Definition von Steam-h

2. Der pädagogische Rahmen

3. Schwerpunkt und Augenmerk auf Inklusion

4. Lowtech Technologien und Werkzeuge

5. High Tech Technologien und Werkzeuge

6. Strategieplan und die Einbindung Steam basierter fächerübergreifender Projekte an Schulen

7. Fallstudien

Im April gibt es einen ersten Entwurf dazu.

Ergebnis aus dem Kompetenzplan:

Zusammen mit den anderen intellektuellen Leistungen von STEAM-H wurde der Kompetenzplan für Personen entwickelt, die den STEAM-Ansatz zur Förderung von Inklusionsprozessen und zur Verbesserung des Engagements und der Motivation von Grundschülern der Partnerländer für MINT-Fächer nutzen möchten.

Er wurde mittels realer Erfahrungen und praktischer Übungen erstellt. Die in diesem Dokument bereitgestellten Beispiele sind eine Reihe von strukturierten, aber flexiblen Praktiken, so dass Lehrer, insbesondere nicht fachkundige Lehrer, Inspiration und Anleitung bei der Umsetzung von STEAM-Aktivitäten während ihres Unterrichts finden können. Wir hoffen, dass dieser Kompetenzplan ein einfach zu verwendendes Werkzeug darstellt, um die Bildungspläne und den Unterricht auf den STEAM-Ansatz als integrative Methode auszurichten.

Wir sind der Meinung, dass der besondere Mehrwert dieses Ansatzes in der multidisziplinären Strategie liegt, bei der MINT-Fächer und Geisteswissenschaften für ein gemeinsames Ziel zusammenarbeiten, was durch einen Mix aus verschiedenen Bildungsmethoden je nach Thema oder Kontext erleichtert wird. 

Schüler heutzutage auf zukünftigen Erfolg vorzubereiten, bedeutet, sie ganzheitlich mit diesen Fächern vertraut zu machen, um ihre Fähigkeiten zum kritischen Denken zu entwickeln. Die Ausbildung von Schülern in MINT-Fächern bereitet die Schüler auf das Leben vor, da sie sowohl für die Arbeitswelt der Zukunft als auch für die Entwicklung der modernen Gesellschaft von zentraler Bedeutung sind.

Die Integration von STEAM-Aktivitäten in die Lehrpläne der Schulen birgt ein großes Potenzial für eine umfangreichere Bildungserfahrung. Die Schüler können sich eine andere Denkweise aneignen, die darauf basiert, dass je mehr man scheitert, man umso mehr an Wissen gewinnt. Der Unterricht kann spielerisch und natürlich sein und ihnen die Beziehungen zwischen den Fächern und dem realen Leben aufzeigen, wodurch die Motivation, die Selbstwirksamkeit und Problemlösungsfähigkeiten gesteigert werden. Diese Fähigkeiten können das ganze Leben lang genutzt werden, um ihnen zu helfen, schwierige Zeiten zu überstehen und Chancen zu nutzen, wann immer sie sich bieten.

Das STEAM-H Projekt glaubt, dass Lehrer und Schulen diese „Revolution“ nutzen können, um die Lehrpläne relevanter, inklusiver und nützlicher zu gestalten. Dieser Prozess braucht nicht nur erfahrene Lehrer, sondern vor allem leidenschaftliche Menschen, die daran interessiert sind, den Schülern die bestmögliche Bildung zu bieten.

Online Schulklassen Programm

Online Schulklassen Programm

Dank einer Förderung von KOOPERATIONSPROJEKTE des Stadtjugendamts der Landeshauptstadt München und des Netzwerks Interaktiv konnten wir ein ONLINE Schulklassenprogramm ab der 3. Klasse Grundschule ausarbeiten, das nun seit Januar umgesetzt wird.

Ganze Klassen können mit uns virtuell einen Rundgang durchs FabLab München machen, ein Kursleiter ist vor Ort im FabLab und zeigt auch live die Maschinen wie 3D Drucker und Lasercutter in Aktion.

Die Kinder arbeiten dann in zwei Gruppen an 3 D Modellierung und Programmierung mit jeweils 1 oder manchmal auch 2 Kursleitern, je nach Alter.

Im Vorfeld wird mit den Lehrern das Thema für 3D Modellierung mit Tinkercad besprochen, z.B. Stadttore Münchens zur Stadtgeschichte in HSU, oder Sehenswürdigkeiten Europas auch HSU, es kann aber auch Bezug zu Mathe mit verschiedensten Maßen und Körpern hergestellt werden, oder eigene Häuser oder eigene Spiele designt werden.

Schnupperkurs Programmierung

Beim Programmieren arbeiten wir mit Scratch und führen die Kinder spielerisch in die Spieleprogrammierung ein.

Die Kinder brauchen zum Kurs idealerweise einen Laptop oder PC mit Maus, zur Not geht auch ein Tablet und eine stabile Internetverbindung.

Beide Programme können die Kinder im Anschluss auch weiterhin verwenden und weiter damit arbeiten da sie kostenlos und online sind.

Die 3D Ausdrucke werden im Anschluss an den Kurs gemacht und dann an die Lehrer geschickt.

Bei Interesse an einem Kurs bitte einfach unter termine@fablab-muenchen.de bei Birgit Kahler melden.

Dieses Projekt fließt auch in unser STEAM-H Erasmus Projekt ein.

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