Empower-MINT – wie lassen sich MINT, Making und moderne Bildungskompetenzen sinnvoll in den Ganztagsunterricht integrieren? Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich dabei?
Diesen Fragen gehen wir gemeinsam mit unseren Partnergrundschulen rund ums FabLab München e.V. im Westend nach und evaluieren in den nächsten zwei Jahren gemeinsam, wie kreative und experimentelle Lernformate wie Making, Tüfteln und Coding nachhaltig in den Ganztagsschulbetrieb eingebunden werden können.
Dieses Projekt wird ermöglicht, durch eine Förderung der TÜV SÜD Stiftung Vielen Dank für die Unterstützung!
Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit unseren Projektpartnern an diesem Projekt zu arbeiten.
Lernen im 21. Jahrhundert bedeutet mehr als nur die reine Wissensvermittlung. Es geht um Selbstwirksamkeit, Problemlösekompetenz und digitale Souveränität. Mit unserem neuen Projekt im Münchner Westen schlagen wir eine Brücke zwischen klassischen Basiskompetenzen und zukunftsorientierter Maker-Education.
Warum der Ganztag der ideale MakerSpace ist
Die Integration von Making in den (Ganztags-)Unterricht ist hier eine methodische Bereicherung. Der zeitliche Rahmen des Ganztags erlaubt es, fachübergreifend zu arbeiten:
Mathe wird greifbar: Wenn Geometrie plötzlich zur Voraussetzung für einen stabilen 3D-Druck wird.
Sprachförderung durch Storytelling: Wenn Kinder ihre eigenen Geschichten via Stop-Motion-Film zum Leben erwecken und dabei selbst 3D modellierte und ausgedruckte Figuren und Häuser, Fahrzeuge mit integrieren.
Coding ist weit mehr als Programmieren – es ist ein essentielles Werkzeug zur analytischen Problemlösung. Abstraktionsvermögen: Computational Thinking, Fehlerkultur (Debugging): fördert Resilienz und systematisches Optimieren, Gestaltungsmacht: aktive Entwickler autonomer und intelligenter Systeme (KI/Robotik)
Lehrkräfte als „Macher“
Kern unseres Konzepts ist die Befähigung der Pädagog:innen. In unseren Fortbildungen sind sie selbst Lernende: Sie löten, programmieren und konstruieren. Nur wer die Begeisterung des „Begreifens“ selbst erlebt hat, kann diese authentisch im Klassenzimmer vorleben. Unser Ziel nach zwei Jahren Begleitung: Eine nahtlose Übergabe an die Schulen, in denen Making zur gelebten pädagogischen Normalität geworden ist.
SWM Bildungsstiftung fördert Pilotprojekt MI(N)T Freude Lernen – Making im Unterricht in der Messestadt/Riem
Mit Unterstützung der SWM Bildungsstiftung entsteht in der Messestadt Riem ein außergewöhnliches Making-Projekt, das zeigt, wie nachhaltige Bildungsarbeit, schulische Kooperation und ein aktives Stadtteilnetzwerk zusammenwirken können. Gemeinsam mit drei Schulen – derGrundschule Lehrer-Wirth-Straße, der Mittelschule Lehrer-Wirth-Straße und derGrundschule an der Astrid-Lindgren-Straße– setzt das FabLab München ein auf zwei Jahre angelegtes Projekt um, das Making und Coding dauerhaft im Schulalltag verankern soll.
Langjährige Zusammenarbeit als Fundament
Die Zusammenarbeit zwischen dem FabLab München und den Schulen im Stadtteil ist gewachsen. An der Grundschule Lehrer-Wirth-Straße gibt es bereits seit2012 erste FabLab-Aktivitäten. Die Grundschule an der Astrid-Lindgren-Straße arbeitet seit rund vier Jahren regelmäßig mit FabLab-Angeboten und war wie auch die Grundschule Lehrer Wirth Straße 2025 Partner im Erasmus+ Projekt „Make U IN“. Auch die Mittelschule an der Lehrer-Wirth-Straße ist eng angebunden und profitiert von den Vorerfahrungen der Schülerinnen und Schüler aus der Grundschule.
Das SWM-geförderte Projekt knüpft genau hier an und hebt diese Zusammenarbeit auf ein neues Niveau.
„Früher hatten wir nur einen mini Computerraum, der kaum genutzt wurde, weil zu klein für eine Klasse… der neue Raum ist ein Ort, an dem die Kinder richtig ins Arbeiten kommen, sich wohl fühlen, planen, tüfteln und sich gegenseitig helfen. Zeit scheint wie im Flug zu vergehen, es macht richtig Freude ihnen beim Arbeiten zuzusehen.“ Lehrkraft, Grundschule Astrid-Lindgren-Straße
Neue MakerSpaces – neue Lernräume
Dank der Förderung konnten an beiden Grundschulen MakerSpaces/FabLabs aufgebaut und weiterentwickelt werden. An der Grundschule Lehrer-Wirth-Straße entstand die letzten Wochen aus zwei ehemaligen Räumen der Mittagsbetreuung ein mit 3D-Druckern, Schneideplottern, Robotik-Systemen, Lötplätzen, 3D-Stiften und vielfältigen Making-Materialien ausgestatteter MakerSpace.
„Hier dürfen wir Dinge ausprobieren, die wir sonst nur aus Videos kennen. Und wenn etwas nicht klappt, ist es nicht schlimm, sondern dann probieren wir es einfach nochmal anders bis es klappt.“ Schülerin, Grundschule
An der Grundschule Astrid-Lindgren-Straße wurde der bestehende PC-Raum nach und nach in einen MakerSpace umgewandelt. Dort arbeiten die Kinder nun wöchentlich im Rahmen des Unterrichts für zwei Doppelstunden, ergänzt durch eine offene Werkstatt am Nachmittag, in der eigene Ideen der SchülerInnen weiterverfolgt werden können.
„Es ist cool, dass wir wieder mit FabLab arbeiten dürfen, denn das macht einfach soviel Spaß. Die Kursleiter unterstützen uns, wenn wir mal nicht weiterkommen, selber eine Lösung zu finden. Ich finde 3D Druck toll, aber auch löten und programmieren. Gut dass wir einiges schon aus der Grundschule kennen und jetzt kompliziertere Sachen schaffen – vielleicht werde ich mal Ingenieurin.“ Schülerin, Mittelschule
Schulstufenübergreifendes Making
Ein besonderes Highlight des Projekts ist die enge Verzahnung von Grund- und Mittelschule im Viertel. Viele Schülerinnen und Schüler kommen bereits mit FabLab-Erfahrung in die Sekundarstufe und können dort direkt an ihr Vorwissen anknüpfen. Da die räumlichen Möglichkeiten an der Mittelschule begrenzt sind, wurde gemeinsam mit den Schulleitungen eine pragmatische und erfolgreiche Lösung gefunden: Die Mittelschülerinnen und Mittelschüler nutzen den MakerSpace der Grundschule mit und sind dort regelmäßig zu Gast. Dieses schulübergreifende Modell funktioniert hervorragend und zeigt, wie Ressourcen im Stadtteil sinnvoll geteilt werden können.
„Die Kinder kommen schon mit einem ganz anderen Selbstverständnis in die Mittelschule. Sie haben keine Angst vor Technik, sondern richtig Spaß am ausprobieren und Probleme lösen. Sie trauen sich, eigene Lösungen zu entwickeln, einfach schön zu sehen wie selbstwirksam sie sein können.“ Lehrkraft, Mittelschule Lehrer-Wirth-Straße
Making als Teil des Unterrichts
Making und Coding werden in allen beteiligten Schulen fest im Unterricht verankert. Ob Heimat- und Sachunterricht, Mathematik, Deutsch, Englisch, Kunst oder Musik – die Projekte sind fächerübergreifend angelegt. Es wird konstruiert, programmiert, gestaltet, erzählt, gemessen, experimentiert und gemeinsam getüftelt. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern um Kreativität, Problemlösekompetenz, Teamarbeit und Selbstwirksamkeit.
„Wenn die Kinder mit FabLab an ihren eigenen Projekten arbeiten, ist die Motivation eine ganz andere. Sie sind aufmerksam, wissbegierig und wollen gar nicht mehr aufhören zu arbeiten. Lernen passiert hier einfach nebenbei und macht vor allem Spaß.“ Lehrkraft, Grundschule Lehrer-Wirth-Straße
Messestadt Riem als idealer Lernort
Die Messestadt Riem bietet dafür ideale Voraussetzungen: kurze Wege, engagierte Schulen, offene Schulleitungen und ein Stadtteil, in dem Kooperation gelebt wird. Das FabLab München versteht sich hier als Bindeglied und Impulsgeber, der schulische Bildung, Making-Kultur und außerschulische Lernorte miteinander verbindet.
Ein Projekt mit Strahlkraft
Das SWM-geförderte Making-Projekt zeigt, wie nachhaltige Bildungsarbeit im Stadtteil gelingen kann – von der Grundschule bis zur Mittelschule, von ersten kreativen Ideen bis zu komplexeren technischen Projekten. Für das FabLab München ist es ein starkes Beispiel dafür, wie langfristige Partnerschaften, Vertrauen und gemeinsame Visionen zu echten Bildungsräumen führen.
Am 20. Oktober 2025 fand im FabLab München e.V. die Abschlusskonferenz des Erasmus+-Projekts MAKE U IN statt. 32 Teilnehmende aus Schulen, Hochschulen und Bildungseinrichtungen kamen zusammen, um sich über die Chancen und Perspektiven von Maker Education für Inklusion und Chancengleichheit in der Grundschule auszutauschen.
Eröffnung & Hauptvorträge
Die Konferenz begann mit einer herzlichen Begrüßung durch das Team des FabLab München, gefolgt von drei inspirierenden Keynotes, die die Vision und Ergebnisse des Projekts vorstellten:
Der MAKE U IN Ansatz – Inklusion durch praktisches, kreatives Lernen (Hands-on & Making) – Das Projektteam zeigte, wie makerbasierte Lernaktivitäten Teilhabe, Kreativität und Zusammenarbeit aller Lernenden fördern können.
Inklusion in der Primarbildung – Bedarfe und Trends in Europa – Eine Präsentation zu aktuellen europäischen Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich der inklusiven Bildung.
Das MAKE U IN Resource Repository Eine erste Vorstellung der digitalen Plattform mit Unterrichtsmaterialien, Werkzeugen und Best-Practice-Beispielen, die Lehrkräfte bei der Umsetzung inklusiver Maker Education unterstützen.
Austausch und Diskussion
Nach den Vorträgen folgten lebhafte Gruppendiskussionen, in denen Teilnehmende ihre eigenen Erfahrungen mit Making in der Schule teilten. Lehrkräfte berichteten, wie handlungsorientierte Lernformen Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, zu entdecken, zusammenzuarbeiten und sich kreativ auszudrücken – insbesondere jene, die in traditionellen Unterrichtsformen oft weniger sichtbar sind.
Die Diskussionen verdeutlichten:
das Potenzial von Maker Education, Kollaboration, Kreativität und Zugänglichkeit zu fördern;
den Bedarf an Fortbildungen und Materialien, um Making nachhaltig in den Unterricht zu integrieren;
die Bedeutung von inklusivem Design, das sicherstellt, dass jedes Kind aktiv teilhaben kann.
Die Atmosphäre war durchweg offen, konstruktiv und ideenreich. Viele Teilnehmende äußerten den Wunsch, Making-Ansätze weiterhin auszuprobieren und sich über das MAKE U IN-Netzwerk gegenseitig unterstützen zu wollen.
Vernetzung & Ausblick
Der Nachmittag endete mit einer informellen Networking-Phase im kreativen Umfeld des FabLabs. Hier tauschten sich die Teilnehmenden aus, knüpften neue Kontakte und testeten einige der vom Projektteam vorgestellten Maker-Werkzeuge und Prototypen.
Das Feedback war durchweg positiv: Besonders geschätzt wurden die praxisnahen Demonstrationen und die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten über inklusive, kreative Bildungsansätze auszutauschen.
Fazit
Die MAKE U IN Abschlusskonferenz setzte ein starkes Zeichen für eine innovative europäische Zusammenarbeit. Sie zeigte deutlich, dass Inklusion und Making keine getrennten Ziele sind, sondern zwei Seiten derselben Idee: Lernen durch Tun, Gestalten und gemeinsames Erleben – für jedes Kind.
„Inklusion durch Hands-on und Making“ – gemeinsam gestalten wir die Zukunft gerechten Lernens.
MI(N)T Freude lernen – neues MINT Projekt in der Messestadt gestartet
Dank der Förderung durch die SWM Bildungsstiftung, der wir für die 2 jährige Förderung sehr dankbar sind, können wir ein Pilotprojekt mit den 2 Grundschulen Astrid Lindgren Str. und Lehrer Wirth Str. sowie der Mittelschule Lehrer Wirth Str. umsetzen. Das ganze Projekt läuft 2 Jahre lang und basiert auf mehreren aufeinanderbauenden Säulen.
Zunächst besuchen die Klassen der Schulen das FabLab München in der Gollierstr., um einen ersten und echten Eindruck davon zu gewinnen, was für Möglichkeiten Making bietet. Sowohl für die SchülerInnen als auch für die LehrerInnen, denn oft wird erst vor Ort klar, wie vielfältig die Möglichkeiten sind und wie gut man vieles ohne großen Aufwand, aber mit hohem Output für die Kids im Unterricht einbauen und umsetzen kann. Ziel ist es natürlich immer den Lehrkräften nicht zusätzlich Arbeit zu machen, sondern diesen neuen Input zu geben und diese auch zu befähigen, daher ist ein weiterer Baustein von Anfang an auch die Lehrkräfte fortzubilden, auch zusätzlich zu den Klassenbesuchen, so dass auch die Lehrkräfte hands-on arbeiten dürfen / müssen, um selbst die Erfahrung zu machen, wieviel mehr es bringt es selbst zu tun, als nur zuzuhören oder zuzuschauen.
Ein weiterer essentieller Baustein des Projektes ist die Arbeit vor Ort in den Schulen – da stehen für jede Schule 2 Doppelstunden im Jahr pro Woche zur Verfügung mit dem Ziel mit ausgewählten Klassen und Lehrkräften Unterrichtseinheiten oder Projekte mit den FabLab Dozenten zu entwickeln, die dann langfristig von anderen Lehrern auch umgesetzt und in den Unterricht integriert werden.
Je besser hier alle miteinander arbeiten und interagieren, desto besser wird der Output am Ende sein, wir sind sehr zuversichtlich und kooperieren äußerst gut mit allen 3 Schulen, so dass dem Ziel Making für SchülerInnen und LehrerInnen in den Unterricht als Bereicherung in vielerlei Hinsicht zu intergrieren und eine neue Art des Arbeitens zu etablieren, nichts im Wege steht. Bei der Gelegenheit noch zu erwähnen, dass jeder der 4 Projektpartner auch finanziell befähigt wird eine kleine Ausstattung für einen Makerspace anzuschaffen.
Vielen herzlichen Dank an die SWM Bildungsstiftung
Die Launch Conference des Erasmus+ Projekts Make U IN war ein voller Erfolg!
Am 20.10. konnten wir die Ergebnisse unseres Erasmus+ Projekts Make U IN im Rahmen einer Abschlusskonferenz einem breiten Publikum aus Lehrkräften, ausserschulischen Partnern und Interessierten vorstellen.
Im Fokus stand die Frage, wie Maker Education inklusiv gestaltet und sinnvoll in den Unterricht – insbesondere in der Grundschule, aber auch darüber hinaus – integriert werden kann.
Das Projekt wurde gemeinsam entwickelt und umgesetzt mit unseren internationalen Partnern Mind Leap (Spanien) und Uken (Polen) sowie den Partnerschulen Lehrer Wirth Grundschule, Astrid Lindgren Grundschule und dem Sonderpädagogischen Förderzentrum München Nord.
Ziel war es, das Potenzial makerbasierter Aktivitäten für mehr Teilhabe sichtbar zu machen und gemeinsam „Maker Ambassadors“ zu gewinnen, die diese Ansätze als Multiplikator:innen in Schulen weitertragen. Das ist uns definitiv gelungen. Danke an die zahlreichen Teilnehmer, die das Event zu einem schönen Erfahrungsaustausch gemacht haben.
Gestern trafen sich alle Projektpartner des Eramsus+ Projektes Make U IN online. Das Treffen begann mit einem kurzen Überblick über das Projekt und die bisherigen Ergebnisse, präsentiert von FabLab München, dem Projektkoordinator. Anschließend folgte ein Update zu den MAKE U IN Learning Sessions, bei dem die Partner auch die Ergebnisse der in den letzten Monaten durchgeführten lokalen Pilotaktivitäten vorstellten.
Ein zentraler Schwerpunkt des Treffens war die bevorstehende Launch-Konferenz, die einen wichtigen Meilenstein für das Projekt darstellen wird. Die Partner diskutierten den vorgeschlagenen Arbeitsplan, die zentralen Ziele der Veranstaltung sowie die nächsten Schritte, um eine starke Beteiligung von Stakeholdern aus ganz Europa sicherzustellen.
Darüber hinaus wurden Updates zu den Disseminationsaktivitäten, dem Qualitätsmonitoring und den anstehenden Fristen geteilt. Die Partner bekräftigten ihr Engagement, die Sichtbarkeit und Wirkung des Projekts sowohl in ihren lokalen Gemeinschaften als auch auf europäischer Ebene zu gewährleisten.
Bleiben Sie gespannt auf weitere Neuigkeiten – und vergessen Sie nicht, dem Projekt auf Social Media (Facebook und LinkedIn) zu folgen und unsere Website zu besuchen, um mehr zu erfahren!
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