Kategorie: Förderprojekte

SWM Bildungsstiftung fördert Pilotprojekt MI(N)T Freude Lernen – Making im Unterricht in der Messestadt/Riem

SWM Bildungsstiftung fördert Pilotprojekt MI(N)T Freude Lernen – Making im Unterricht in der Messestadt/Riem

Mit Unterstützung der SWM Bildungsstiftung entsteht in der Messestadt Riem ein außergewöhnliches Making-Projekt, das zeigt, wie nachhaltige Bildungsarbeit, schulische Kooperation und ein aktives Stadtteilnetzwerk zusammenwirken können. Gemeinsam mit drei Schulen – der Grundschule Lehrer-Wirth-Straße, der Mittelschule Lehrer-Wirth-Straße und der Grundschule an der Astrid-Lindgren-Straße – setzt das FabLab München ein auf zwei Jahre angelegtes Projekt um, das Making und Coding dauerhaft im Schulalltag verankern soll.

Langjährige Zusammenarbeit als Fundament

Die Zusammenarbeit zwischen dem FabLab München und den Schulen im Stadtteil ist gewachsen. An der Grundschule Lehrer-Wirth-Straße gibt es bereits seit 2012 erste FabLab-Aktivitäten. Die Grundschule an der Astrid-Lindgren-Straße arbeitet seit rund vier Jahren regelmäßig mit FabLab-Angeboten und war wie auch die Grundschule Lehrer Wirth Straße 2025 Partner im Erasmus+ Projekt „Make U IN“. Auch die Mittelschule an der Lehrer-Wirth-Straße ist eng angebunden und profitiert von den Vorerfahrungen der Schülerinnen und Schüler aus der Grundschule.

Das SWM-geförderte Projekt knüpft genau hier an und hebt diese Zusammenarbeit auf ein neues Niveau.

„Früher hatten wir nur einen mini Computerraum, der kaum genutzt wurde, weil zu klein für eine Klasse… der neue Raum ist ein Ort, an dem die Kinder richtig ins Arbeiten kommen, sich wohl fühlen, planen, tüfteln und sich gegenseitig helfen. Zeit scheint wie im Flug zu vergehen, es macht richtig Freude ihnen beim Arbeiten zuzusehen.“
Lehrkraft, Grundschule Astrid-Lindgren-Straße

Neue MakerSpaces – neue Lernräume

Dank der Förderung konnten an beiden Grundschulen MakerSpaces/FabLabs aufgebaut und weiterentwickelt werden.
An der Grundschule Lehrer-Wirth-Straße entstand die letzten Wochen aus zwei ehemaligen Räumen der Mittagsbetreuung ein mit 3D-Druckern, Schneideplottern, Robotik-Systemen, Lötplätzen, 3D-Stiften und vielfältigen Making-Materialien ausgestatteter MakerSpace.

„Hier dürfen wir Dinge ausprobieren, die wir sonst nur aus Videos kennen. Und wenn etwas nicht klappt, ist es nicht schlimm, sondern dann probieren wir es einfach nochmal anders bis es klappt.“ Schülerin, Grundschule

An der Grundschule Astrid-Lindgren-Straße wurde der bestehende PC-Raum nach und nach in einen MakerSpace umgewandelt. Dort arbeiten die Kinder nun wöchentlich im Rahmen des Unterrichts für zwei Doppelstunden, ergänzt durch eine offene Werkstatt am Nachmittag, in der eigene Ideen der SchülerInnen weiterverfolgt werden können.

„Es ist cool, dass wir wieder mit FabLab arbeiten dürfen, denn das macht einfach soviel Spaß. Die Kursleiter unterstützen uns, wenn wir mal nicht weiterkommen, selber eine Lösung zu finden. Ich finde 3D Druck toll, aber auch löten und programmieren. Gut dass wir einiges schon aus der Grundschule kennen und jetzt kompliziertere Sachen schaffen – vielleicht werde ich mal Ingenieurin.“
Schülerin, Mittelschule

Schulstufenübergreifendes Making

Ein besonderes Highlight des Projekts ist die enge Verzahnung von Grund- und Mittelschule im Viertel. Viele Schülerinnen und Schüler kommen bereits mit FabLab-Erfahrung in die Sekundarstufe und können dort direkt an ihr Vorwissen anknüpfen. Da die räumlichen Möglichkeiten an der Mittelschule begrenzt sind, wurde gemeinsam mit den Schulleitungen eine pragmatische und erfolgreiche Lösung gefunden:
Die Mittelschülerinnen und Mittelschüler nutzen den MakerSpace der Grundschule mit und sind dort regelmäßig zu Gast. Dieses schulübergreifende Modell funktioniert hervorragend und zeigt, wie Ressourcen im Stadtteil sinnvoll geteilt werden können.

„Die Kinder kommen schon mit einem ganz anderen Selbstverständnis in die Mittelschule. Sie haben keine Angst vor Technik, sondern richtig Spaß am ausprobieren und Probleme lösen. Sie trauen sich, eigene Lösungen zu entwickeln, einfach schön zu sehen wie selbstwirksam sie sein können.“
Lehrkraft, Mittelschule Lehrer-Wirth-Straße

Making als Teil des Unterrichts

Making und Coding werden in allen beteiligten Schulen fest im Unterricht verankert. Ob Heimat- und Sachunterricht, Mathematik, Deutsch, Englisch, Kunst oder Musik – die Projekte sind fächerübergreifend angelegt. Es wird konstruiert, programmiert, gestaltet, erzählt, gemessen, experimentiert und gemeinsam getüftelt. Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern um Kreativität, Problemlösekompetenz, Teamarbeit und Selbstwirksamkeit.

„Wenn die Kinder mit FabLab an ihren eigenen Projekten arbeiten, ist die Motivation eine ganz andere. Sie sind aufmerksam, wissbegierig und wollen gar nicht mehr aufhören zu arbeiten. Lernen passiert hier einfach nebenbei und macht vor allem Spaß.“
Lehrkraft, Grundschule Lehrer-Wirth-Straße

Messestadt Riem als idealer Lernort

Die Messestadt Riem bietet dafür ideale Voraussetzungen: kurze Wege, engagierte Schulen, offene Schulleitungen und ein Stadtteil, in dem Kooperation gelebt wird. Das FabLab München versteht sich hier als Bindeglied und Impulsgeber, der schulische Bildung, Making-Kultur und außerschulische Lernorte miteinander verbindet.

Ein Projekt mit Strahlkraft

Das SWM-geförderte Making-Projekt zeigt, wie nachhaltige Bildungsarbeit im Stadtteil gelingen kann – von der Grundschule bis zur Mittelschule, von ersten kreativen Ideen bis zu komplexeren technischen Projekten. Für das FabLab München ist es ein starkes Beispiel dafür, wie langfristige Partnerschaften, Vertrauen und gemeinsame Visionen zu echten Bildungsräumen führen.

Make U IN Konferenz

Make U IN Konferenz

Am 20. Oktober 2025 fand im FabLab München e.V. die Abschlusskonferenz des Erasmus+-Projekts MAKE U IN statt. 32 Teilnehmende aus Schulen, Hochschulen und Bildungseinrichtungen kamen zusammen, um sich über die Chancen und Perspektiven von Maker Education für Inklusion und Chancengleichheit in der Grundschule auszutauschen.


Eröffnung & Hauptvorträge

Die Konferenz begann mit einer herzlichen Begrüßung durch das Team des FabLab München, gefolgt von drei inspirierenden Keynotes, die die Vision und Ergebnisse des Projekts vorstellten:

  1. Der MAKE U IN Ansatz – Inklusion durch praktisches, kreatives Lernen (Hands-on & Making) – Das Projektteam zeigte, wie makerbasierte Lernaktivitäten Teilhabe, Kreativität und Zusammenarbeit aller Lernenden fördern können.
  2. Inklusion in der Primarbildung – Bedarfe und Trends in Europa – Eine Präsentation zu aktuellen europäischen Entwicklungen und Herausforderungen im Bereich der inklusiven Bildung.
  3. Das MAKE U IN Resource Repository
    Eine erste Vorstellung der digitalen Plattform mit Unterrichtsmaterialien, Werkzeugen und Best-Practice-Beispielen, die Lehrkräfte bei der Umsetzung inklusiver Maker Education unterstützen.

Austausch und Diskussion

Nach den Vorträgen folgten lebhafte Gruppendiskussionen, in denen Teilnehmende ihre eigenen Erfahrungen mit Making in der Schule teilten.
Lehrkräfte berichteten, wie handlungsorientierte Lernformen Schülerinnen und Schüler dazu befähigen, zu entdecken, zusammenzuarbeiten und sich kreativ auszudrücken – insbesondere jene, die in traditionellen Unterrichtsformen oft weniger sichtbar sind.

Die Diskussionen verdeutlichten:

  • das Potenzial von Maker Education, Kollaboration, Kreativität und Zugänglichkeit zu fördern;
  • den Bedarf an Fortbildungen und Materialien, um Making nachhaltig in den Unterricht zu integrieren;
  • die Bedeutung von inklusivem Design, das sicherstellt, dass jedes Kind aktiv teilhaben kann.

Die Atmosphäre war durchweg offen, konstruktiv und ideenreich.
Viele Teilnehmende äußerten den Wunsch, Making-Ansätze weiterhin auszuprobieren und sich über das MAKE U IN-Netzwerk gegenseitig unterstützen zu wollen.


Vernetzung & Ausblick

Der Nachmittag endete mit einer informellen Networking-Phase im kreativen Umfeld des FabLabs.
Hier tauschten sich die Teilnehmenden aus, knüpften neue Kontakte und testeten einige der vom Projektteam vorgestellten Maker-Werkzeuge und Prototypen.

Das Feedback war durchweg positiv: Besonders geschätzt wurden die praxisnahen Demonstrationen und die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten über inklusive, kreative Bildungsansätze auszutauschen.


Fazit

Die MAKE U IN Abschlusskonferenz setzte ein starkes Zeichen für eine innovative europäische Zusammenarbeit.
Sie zeigte deutlich, dass Inklusion und Making keine getrennten Ziele sind, sondern zwei Seiten derselben Idee:
Lernen durch Tun, Gestalten und gemeinsames Erleben – für jedes Kind.

„Inklusion durch Hands-on und Making“ – gemeinsam gestalten wir die Zukunft gerechten Lernens.

MI(N)T Freude lernen – neues MINT Projekt in der Messestadt gestartet

MI(N)T Freude lernen – neues MINT Projekt in der Messestadt gestartet

Dank der Förderung durch die SWM Bildungsstiftung, der wir für die 2 jährige Förderung sehr dankbar sind, können wir ein Pilotprojekt mit den 2 Grundschulen Astrid Lindgren Str. und Lehrer Wirth Str. sowie der Mittelschule Lehrer Wirth Str. umsetzen. Das ganze Projekt läuft 2 Jahre lang und basiert auf mehreren aufeinanderbauenden Säulen.

Zunächst besuchen die Klassen der Schulen das FabLab München in der Gollierstr., um einen ersten und echten Eindruck davon zu gewinnen, was für Möglichkeiten Making bietet. Sowohl für die SchülerInnen als auch für die LehrerInnen, denn oft wird erst vor Ort klar, wie vielfältig die Möglichkeiten sind und wie gut man vieles ohne großen Aufwand, aber mit hohem Output für die Kids im Unterricht einbauen und umsetzen kann. Ziel ist es natürlich immer den Lehrkräften nicht zusätzlich Arbeit zu machen, sondern diesen neuen Input zu geben und diese auch zu befähigen, daher ist ein weiterer Baustein von Anfang an auch die Lehrkräfte fortzubilden, auch zusätzlich zu den Klassenbesuchen, so dass auch die Lehrkräfte hands-on arbeiten dürfen / müssen, um selbst die Erfahrung zu machen, wieviel mehr es bringt es selbst zu tun, als nur zuzuhören oder zuzuschauen.

Ein weiterer essentieller Baustein des Projektes ist die Arbeit vor Ort in den Schulen – da stehen für jede Schule 2 Doppelstunden im Jahr pro Woche zur Verfügung mit dem Ziel mit ausgewählten Klassen und Lehrkräften Unterrichtseinheiten oder Projekte mit den FabLab Dozenten zu entwickeln, die dann langfristig von anderen Lehrern auch umgesetzt und in den Unterricht integriert werden.

Je besser hier alle miteinander arbeiten und interagieren, desto besser wird der Output am Ende sein, wir sind sehr zuversichtlich und kooperieren äußerst gut mit allen 3 Schulen, so dass dem Ziel Making für SchülerInnen und LehrerInnen in den Unterricht als Bereicherung in vielerlei Hinsicht zu intergrieren und eine neue Art des Arbeitens zu etablieren, nichts im Wege steht. Bei der Gelegenheit noch zu erwähnen, dass jeder der 4 Projektpartner auch finanziell befähigt wird eine kleine Ausstattung für einen Makerspace anzuschaffen.

Vielen herzlichen Dank an die SWM Bildungsstiftung

Abschlusskonferenz zum Make U IN Erasmus+ Projekt

Abschlusskonferenz zum Make U IN Erasmus+ Projekt

Die Launch Conference des Erasmus+ Projekts Make U IN war ein voller Erfolg!

Am 20.10. konnten wir die Ergebnisse unseres Erasmus+ Projekts Make U IN im Rahmen einer Abschlusskonferenz einem breiten Publikum aus Lehrkräften, ausserschulischen Partnern und Interessierten vorstellen.

Im Fokus stand die Frage, wie Maker Education inklusiv gestaltet und sinnvoll in den Unterricht – insbesondere in der Grundschule, aber auch darüber hinaus – integriert werden kann.


Das Projekt wurde gemeinsam entwickelt und umgesetzt mit unseren internationalen Partnern Mind Leap (Spanien) und Uken (Polen) sowie den Partnerschulen Lehrer Wirth Grundschule, Astrid Lindgren Grundschule und dem Sonderpädagogischen Förderzentrum München Nord.

Das Kernstück unser Ressource Repository findet ihr bitte hier.

Ziel war es, das Potenzial makerbasierter Aktivitäten für mehr Teilhabe sichtbar zu machen und gemeinsam „Maker Ambassadors“ zu gewinnen, die diese Ansätze als Multiplikator:innen in Schulen weitertragen. Das ist uns definitiv gelungen. Danke an die zahlreichen Teilnehmer, die das Event zu einem schönen Erfahrungsaustausch gemacht haben.



#ErasmusPlus #MakerEducation #Inklusion #Grundschule #Innovation #MakeUIN

Drittes Transnationales Meeting zum Make U IN Projekt

Drittes Transnationales Meeting zum Make U IN Projekt

Gestern trafen sich alle Projektpartner des Eramsus+ Projektes Make U IN online. Das Treffen begann mit einem kurzen Überblick über das Projekt und die bisherigen Ergebnisse, präsentiert von FabLab München, dem Projektkoordinator. Anschließend folgte ein Update zu den MAKE U IN Learning Sessions, bei dem die Partner auch die Ergebnisse der in den letzten Monaten durchgeführten lokalen Pilotaktivitäten vorstellten.

Ein zentraler Schwerpunkt des Treffens war die bevorstehende Launch-Konferenz, die einen wichtigen Meilenstein für das Projekt darstellen wird. Die Partner diskutierten den vorgeschlagenen Arbeitsplan, die zentralen Ziele der Veranstaltung sowie die nächsten Schritte, um eine starke Beteiligung von Stakeholdern aus ganz Europa sicherzustellen.

Darüber hinaus wurden Updates zu den Disseminationsaktivitäten, dem Qualitätsmonitoring und den anstehenden Fristen geteilt. Die Partner bekräftigten ihr Engagement, die Sichtbarkeit und Wirkung des Projekts sowohl in ihren lokalen Gemeinschaften als auch auf europäischer Ebene zu gewährleisten.

Bleiben Sie gespannt auf weitere Neuigkeiten – und vergessen Sie nicht, dem Projekt auf Social Media (Facebook und LinkedIn) zu folgen und unsere Website zu besuchen, um mehr zu erfahren!

Bildungslokal Riem fördert Making im Unterricht

Bildungslokal Riem fördert Making im Unterricht

Dank der erneuten Förderung durch das Bildungslokal Riem konnte die Kooperation mit der GS Astrid Lindgren Str. im Schuljahr 2024/25 dankenswerterweise fortgeführt werden. Jeden Dienstag hieß es FabLab go und so konnten unterstützt von Margarethe Harnischmacher (angehende Grundschullehrkraft und FabLab Dozentin) alle Klassen mehrfach unterrichtsbegleitend Making und Coding Erfahrungen sammeln. Auch die Kita Kids waren weiter mit eingebunden und fanden den Ausblick auf Making in der Schule sehr motivierend für den anstehenden Schulstart. Es ist sehr schön zu sehen wie selbstverständlich die Kids an die neuen Technologien herangehen, neugierig, wissbegierig, teilweise schon mit Vorerfahrung von zu Hause, wenn der Papa vielleicht auch einen 3D Drucker hat oder mit den Kids schonmal scratch programmiert hat.

Wunderbar, denn wer schon was kann, darf sein Wissen an die anderen weitergeben und sozusagen auch gleich Lehrer sein. Grade wenn es vielleicht sonst nicht so gut läuft in der Schule, ist das ein schöner Weg den Selbstwert zu stärken und auch die soziale Komponente darf nicht unterschätzt werden. Auch das Einbinden der KiTa Kids ist sehr wichtig und die Schulkinder können ihre Sozialkompetenz und Wissensvermittlerkompetenz unter Beweis stellen und mit den KiTa Kids gemeinsam an kleinen Porjekten arbeiten.

Zusätzlich zu den Projekten mit den Kids, konnten wir die Lehrkräfte der Grundschule dafür gewinnen am Testing unseres Ressource Repositories im Make U In Erasmus+ Projekt teilzunehmen und in Zukunft die Inhalte auch in den Unterricht einzubinden. So konnten Sie sich zu unterschiedlichsten Techniken rund um Making und den Einsatz in der Schule fortbilden, so dass in Zukunft Lehrkräfte und FabLab Dozenten Hand in Hand mit den Kindern unterrichtsbegleitend arbeiten können.

Des weiteren nahmen auch die Lehrkräfte der Lehrer Wirth Grundschule und Lehrkräfte des Förderzentrums in Milbertshofen an der Weiterbildung teil. Vielen Dank dafür!

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