
10 Jahre Schul-FabLab: Wie die Begemann Schule die Maker-Kultur lebt
„Make, Learn, Share“ – ein Motto, das in der Bildungslandschaft oft zitiert wird. Doch an der Begemann Schule wird es seit einem ganzen Jahrzehnt tagtäglich aktiv mit Leben gefüllt.
Vergangene Woche durften wir die Robotik-Klasse der Begemann Schule für einen besonderen Praxistag bei uns im FabLab München willkommen heißen. Ein Tag im gewohnten Fahrwasser für die Nachwuchs-Tüftler, allerdings auf deutlich vergrößerter Skala und mit noch mehr technologischer Vielfalt.
Dass zwischen der Begemann Schule und dem FabLab München die Chemie stimmt, kommt nicht von ungefähr: Uns verbindet eine ganz besondere Vorgeschichte.










Pionierarbeit im Klassenzimmer: Eine gemeinsame Erfolgsgeschichte
Es ist mittlerweile mehr als zehn Jahre her, dass wir die Begemann Schule beim Aufbau ihres eigenen Schul-FabLabs begleiten durften. Von der Auswahl der richtigen Geräte über didaktische Konzepte bis hin zum echten „Maker-Spirit“ standen wir vom FabLab hier mit ManPower und Ideen unterstützend zur Seite.
Dass ein Schul-FabLab über ein Jahrzehnt hinweg so erfolgreich betrieben wird, ist keineswegs selbstverständlich. Die Begemann Schule zeigt eindrucksvoll, wie moderne Technologien und schulische Didaktik nahtlos ineinandergreifen können:
- Neue Generationen begeistern:
Jüngere Schülerinnen und Schüler finden einen niederschwelligen Zugang zu Technik. - Interessen vertiefen:
Ältere Jugendliche fundieren ihr Wissen und entwickeln eigene, komplexe Projekte.





Kunst trifft Technik: Kreativität als Schlüssel zur Technologie
Ein besonders spannender Kniff der Begemann Schule: Das FabLab ist im Schulfach Kunst angesiedelt. Was auf den ersten Blick ungewohnt klingt, erweist sich in der Praxis als echter Geniestreich!
Gestaltung & Design + Elektronik & Mechanik = Inspirierendes Lernen
Die Einbettung in den Kunstunterricht ermöglicht ein freies Spektrum an Themen – von Architektur und technischer Konstruktion bis hin zu Videospiel-Design. Es entsteht eine perfekte Symbiose aus Grundwissen und individuellem Ausdruck:
- Kein Druck, reine Neugier:
Themen können vollkommen kreativ angegangen werden, ohne das technische Basiswissen zu vernachlässigen. - Diversität fördern:
Unterschiedlichste Schülerprofile und Interessen finden ihren Platz und werden aktiv eingebunden.
Die Rolle der Lehrkraft
Ein Schul-FabLab steht und fällt mit den Menschen, die es leiten. Die Vermittlung von Technologie erfordert von den Dozierenden und Werkstattleitenden eine hohe Flexibilität. Es gilt, Projekte ständig an die Schnelllebigkeit neuer Technologien und die Interessen der heutigen Generation anzupassen – eine Herausforderung, die an der Begemann Schule seit Jahren vorbildlich gemeistert wird.
Ein Praxistag voller Action: Von Code bis Lötzinn
Der jüngste Besuch im FabLab München war ein fantastisches Beispiel dafür, wie viel Freude praktisches Lernen machen kann. Der Tag gliederte sich in zwei spannende Phasen:
| Phase | Fokus | Ergebnis |
|---|---|---|
| Teil 1: Robotik & Logik | Arbeit mit LEGO Spike Prime | Individuelle Roboter-Lösungen mit viel Liebe zum Detail und eigener Block-Programmierung. |
| Teil 2: Hands-on Elektronik | Platine löten & Feineinstimmung | Eigene, funktionstüchtige und leuchtende LED-Kreisel für jeden Schüler. |



Fazit: Das Modell Schul-FabLab hat Zukunft
Der Praxistag war ein rundum gelungener Erfolg, der den Schülerinnen und Schülern noch lange in Erinnerung bleiben wird. Er hat einmal mehr bewiesen: Wenn Schule den Mut hat, MakerSpaces in den Schulalltag zu integrieren, eröffnet das völlig neue Perspektiven, Themen und Möglichkeiten für die Gestalter von morgen.
Wir gratulieren der Begemann Schule herzlich zu 10 Jahren Schul-FabLab und freuen uns auf die nächsten gemeinsamen Projekte!